Phreneticus Zettelkasten:
Visualisierung von Wahrnehmungsirritation

phreneticus - Visualisierungen als ZettelDer Wahrnehmungsapparat ist Einwirkungen ausgesetzt und Gedanken werden voneinander unterscheidbar. Einerseits als Gedanken, die als Gedanken identifizierbar sind und andererseits Gedanken, die aufgrund ihrer irritationslosen Selbstverständlichkeit nicht als Gedanken gedacht werden und dadurch auffallen. Das Projekt #phreneticus ist ein Versuch einen Ablageort zu schaffen, der für möglichst niedrigschwellige Beobachtungen geeignet ist. Jede Notiz, jedes Tafelbild und jeder Zettel, auf dem ein kurzfristiger Gedanke aufgezeichnet werden kann, soll in diese Sammlung aufgenommen werden können. Neben der eigentlichen Notiz braucht es nur einen Fotoapparat. Durch die Verbreitung von Smartphones ist dieses Kriterium an fast jedem Ort gegeben. Das Schreiben muss möglichst schnell erfolgen, um die Irritation als Anstoß eines Gedankens für das bewusste Wahrnehmen nicht zu verlieren. Alles andere darf sich zeitlich versetzt anschließen. Schlussendlich werden die Fotos mit Notizen versehen, die eine eigene Qualität besitzen und einen drastischen Schritt der Weiterverarbeitung des Kommunikationsprozesses der Gedanken darstellen.

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Colloquium Podcast:
Wissenschaft ohne Organisationszwang

Colloquium PodcastDie Welt ist voller faszinierender Probleme, die nur darauf warten in Erfahrung gebracht zu werden. Der Colloquium (#Cllqm) Podcast ist als Verzweigung aus den Gesprächen über Kommunikation zwischen Unbekannten heraus entstanden und geht gezielt den Fragestellungen nach, die sich aus der Alltagsbeobachtung und dem wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse seines Gastgebers ergeben. Der Podcast erscheint planmäßig wöchentlich, um eine laufende Beobachtung zu ermöglichen und wird mit reflektierten Gesprächspartnern geführt, die sich über Twitter zusammenfinden und mit ihren umsichtigen und kenntnisreichen Perspektiven immer neue Horizonte entdecken und diese auskundschaften. Zusammen wird so, auch über die Involvierung von Zuhörenden, die Frage bearbeitet, welche Konsequenzen der Wechsel des gesellschaftlichen Primärmediums vom Buchdruck zum Computer für die teilnehmenden Beobachter von Gesellschaft konkret bedeutet.

Die Gespräche finden in der Regel über die Palava.tv Plattform statt um möglichst niedrigschwellig in verlustfreier Audioqualität aufzeichnen zu können. Durch das Setzen von Kapitelmarken soll Zuhörenden der Überblick erleichtert und die Verlinkung auf bestimmte Gesprächsteile erleichtert werden. Links und Lektürematerial in den Shownotes zu den Sendungen Runden die Mitteilung ab und empfehlen sich für selbstbestimmte Beobachtbarkeit. Bei der Aufzeichnung und Bearbeitung wird zum Großteil auf OpenSource Software wie Open Broadcaster Software und Audacity zurückgegriffen. Für die detaillreiche Aufbereitung der Audioqualität und der Metadaten der einzelnen Audiodateien kommt Auphonic zum Einsatz.

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#KZU Podcast:
Kommunikation zwischen Unbekannten

#KZU PodcastZwar wurde nicht erst mit Twitter die Möglichkeit ins Leben gerufen, sich mit völlig unbekannten Gesprächsteilnehmern auszutauschen, jedoch ist die Möglichkeit der Beobachtung anderer Nutzer und die Fähigkeit auf diese zu reagieren bei Twitter relativ einzigartig. Kommunikation findet statt, ohne dadurch unmittelbar zudringlich für die Wahrnehmung desjenigen Gesprächsteilnehmers zu werden, der ungefragt zum Anlass für die Kommunikation genommen wurde. Es bleibt jedem Nutzenden selbst überlassen auf welche Kommunikationen er reagiert und die Tweets welches Absenders er mit uverbindlicher Regelmäßigkeit zur Kenntnis nehmen möchte. Unter diesen Bedingungen entfallen viele der bekannten Möglichkeiten, Wahrnehmung für bestimmte Informationen herzustellen. Wer dadurch auffällt, mit seinem Mitteilungsverhalten bestimmte Zwecke zu verfolgen, denen man sich nicht ausgeliefert wissen möchte, wird einfach entfolgt. Die Unverbindlichkeit und Sensibilität der Kommunikation unter der Bedingung von Twitter schafft einen ganz eigenen Möglichkeitsraum des gegenseitigen kennen lernens, dem die Gespräche im Rahmen des #KZU Podcasts nachgehen wollen. Die Idee dabei ist, den Modus des übereinander informierens zu verändern und schriftliche Kommunikation in mündliche zu verwandeln um zu beobachten, was sich dadurch verändert. Der #KZU Podcast hat bereits zu Treffen und Veranstaltungen teilnehmender Gesprächspartner beigetragen und auch regelmäßige Gesprächsformate wie der Colloquium Podcast haben sich aus ihm herausgebildet. Das Projekt hat ein offenes Ende und die Grenzen den Potenzials wurden noch nicht in Erfahrung gebracht.

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